4 Fragen an felix1.de-Steuerberaterin Julia Seidel

Julia Seidel, Steuerberaterin bei felix1.deOb erfahrene Unternehmer oder Existenzgründer, bei felix1.de haben wir für jeden den richtigen Steuerexperten. Bundesweit gibt es rund 230 felix1.de-Steuerberater, die wir Ihnen am liebsten alle persönlich vorstellen würden. Heute haben wir felix1.de-Steuerberaterin Julia Seidel aus Gera zum Interview eingeladen.

Liebe Frau Seidel, was ist die „Spezialität“ Ihrer felix1.de-Kanzlei?

Die Spezialität liegt bei uns in Gera in folgenden Bereichen: Zum einen verfügen wir über ein großes Know-how im Bereich der Besteuerung im Gesundheitswesen. So betreuen wir ein breites Spektrum an Mandanten aus dem Gesundheitsbereich: Ärzte jeglicher Fachrichtung, Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Logopäden, außerdem Hilfsmittelerbringer wie Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädie- und Rehatechniker sowie Pflegedienste.

Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Betreuung, Beratung und Begleitung von Unternehmen im Gründungs- oder Übergabeprozess, beispielsweise wenn es um Unternehmensnachfolge geht. Dieses Tätigkeitsfeld bietet eine Vielzahl an sehr interessanten Mandaten und Einsatzgebieten – vom Handwerksbetrieb über den Online-Shop bis zum Bäcker oder IT-Fachmann sind bei uns alle Unternehmen gut aufgehoben.

Viele Existenzgründer würden das Thema Steuern gerne unter den Tisch fallen lassen. Welche Vorarbeit sollten Gründungswillige bereits geleistet haben, bevor sie zu Ihnen kommen, und warum ist ein Steuerberater für Gründer so wichtig?

Zum Thema Vorarbeit kann ich die typische Steuerberaterantwort geben: Das kommt darauf an 😉

Genauer gesagt: Hat man sich bereits auf eine Rechtsform geeinigt, dann kann unsere Arbeit direkt im Gründungsprozess beginnen, also zum Beispiel bei der Anmeldung in den Registern oder bei den Ämtern.

Ist sich der Gründer noch unklar, welche Rechtsform er wählen möchte, dann beraten wir ihn bereits bei diesem Punkt. Wir erläutern und betrachten verschiedene Rechtsformen – insbesondere auch unter Berücksichtigung der jeweiligen persönlichen Situation des Gründers. Wir wollen erreichen, dass schon zu Beginn der Selbständigkeit alles auf sicheren Beinen steht und gut durchdacht ist.

In der Praxis ist oftmals die Gewerbeanmeldung bereits erledigt. Wir übernehmen dann gern für unsere Mandanten die steuerliche Anmeldung beim Finanzamt und die Beantragung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
Hierzu sind Anträge wie der steuerliche Erfassungsbogen auszufüllen, die wichtige steuerliche Weichen stellen und daher dringend mit einem Steuerberater besprochen werden sollten. Einige Angaben wirken sich nämlich erst später aus und können dann nicht mehr korrigiert werden.

Generell sollte das Thema Steuern keinesfalls im Gründungsprozess vergessen werden, da die Umsätze, die man hoffentlich recht bald nach der Gründungsphase erwirtschaftet, auch versteuert werden müssen.

Viele Gründer wissen oftmals gar nicht, welche Steuerarten für sie relevant sind. So addieren sich zur Umsatzsteuer schnell noch die Gewerbesteuer und die Einkommen- oder Körperschaftsteuer. Häufig haben Gründer von der Kleinunternehmerregelung gehört und glauben im Anschluss, von jeglicher Steuerlast freigestellt zu sein. So ist es aber nicht. Das große Erwachen kommt dann meist später. Kleine und junge Unternehmen können durch geballte Steuernachzahlungen schnell in Liquiditätsengpässe geraten, die man hätte vermeiden können.

Was hat Sie persönlich bewogen, Steuerberaterin zu werden?

Schon relativ zu Anfang meines betriebswirtschaftlichen Studiums hatte ich großes Interesse an den Steuervorlesungen. Es spornte mich unheimlich an, mich durch den Gesetzes-Dschungel zu arbeiten und dabei die richtige Lösung für die stets steuerlich sehr verzwickten Fälle zu finden. Dieses Interesse wuchs im Laufe des Studiums immer mehr und verwandelte sich alsbald in eine richtige Leidenschaft.

Nach erfolgreichem Studienabschluss startete ich meine Laufbahn in einer Steuer- und Wirtschaftsprüfungskanzlei und arbeitet dort eng mit Unternehmen zusammen. Es bereitet mir viel Freude, sie durch alle Lebenslagen zu begleiten, ihnen steuerlich beratend oder auch wegweisend zur Seite zu stehen und sie immer wieder in neue Richtungen wachsen zu sehen. Die Vielfalt der Menschen und die immer neuen Produkte und Dienstleistungen, die ich dadurch kennenlernen darf, lassen meinen Beruf niemals langweilig werden. Von daher war die Prüfung zur Steuerberaterin das Tüpfelchen auf dem i.

Welche digitalen Anwendungen nutzen Sie denn für die Arbeit mit Ihren Mandanten?

Als felix1.de-Kanzlei sind für uns moderne Online-Kommunikationsmedien selbstverständlich. Um uns mit unseren Mandanten auszutauschen, nutzen wir sowohl E-Mails, das ETL PISA Portal – eine gesicherte Online-Plattform, die zum Daten- und Belegaustausch mit den Mandanten dient – als auch WhatsApp oder professionelle Businessplattformen wie Xing. Wichtig bleibt auch der persönliche Austausch per Telefon. Es kommt natürlich auch immer darauf an, welchen Kanal der Mandant bevorzugt. Doch ich muss schmunzelnd zugeben, dass der Kontakt über den Postweg mittels Brief nur noch sehr selten stattfindet.

Vielen Dank, Frau Seidel, für das Interview!