ELBA: Nächster Schritt der Digitalisierung startet

Elba - nächster Schritt der DigitalisierungNach und nach kommt sie bei den Finanzämtern an: die Digitalisierung. Jetzt ziehen auch die Banken nach. ELBA: Für Unternehmer ein wichtiger Schritt, den sie nicht verpassen dürfen.

Am 1.6.2017 ist es soweit: Das Projekt „Digitaler Finanzbericht“ startet. Ein weiterer Schritt in das papierlose Zeitalter. Aber was verbirgt sich hinter diesem Projekt? Eigentlich sollte das Projekt elektronische Bilanzabgabe (ELBA) heißen. Und genau darum geht es auch.

Banken wollen von ihren Kunden – wenn der Kunde Unternehmer ist – Bilanzen und Finanzberichte haben. Nur so werden Kredite gewährt.

Bisher war das allerdings ein sehr umständlicher Weg. Diese Bilanzen und Berichte werden fast immer in Papierform eingereicht. Manchmal wird auch der modernere elektronische Weg per E-Mail genutzt. Das bis heute gängige PDF-Format hat allerdings einen entscheidenden Nachteil. In der Bank werden die Daten elektronisch ausgewertet. Dafür muss der Sachbearbeiter diese Daten von Hand übertragen. Ein sehr zeitaufwendiger Prozess, der auch noch ziemlich fehleranfällig ist.

Für die Bank macht es also überhaupt keinen Unterschied, ob diese Daten per E-Mail oder per Papier eingereicht werden.
Genau das soll sich ändern. Ab dem 1.6.2017 sollen die Bilanzen und Finanzberichte in dem bereits gängigen XBRL-Format übertragen werden. Die Banken können dann diese Datensätze mit ihrer Banksoftware einlesen.

Am 1.4.2018 geht es erst richtig los

Bis zum 31.03.2018 läuft die Pilotphase. Erst ab dem 1.4.18 soll die Umsetzung vollständig abgeschlossen und alle Fehler beseitigt sein. Bis dahin können Bilanzen und Finanzberichte auch weiterhin per PDF oder in Papierform eingereicht werden.

Nicht den Anschluss verpassen

Unternehmen sollten das Datum 1.4.2018 also auf dem Schirm haben und schauen, ob ihr Steuerberater bei der Pilotphase mitmacht. Denn wenn sie im kommenden Jahr das neue Format nicht einhalten können, bekommen sie unter Umständen ein Darlehen nicht oder die Bearbeitung dauert länger.

Tipp: Achten Sie beim Kauf der Buchführungssoftware darauf, dass das XBRL-Format erzeugt werden kann.

Befragen Sie Ihren Steuerberater

Haben Sie einen Steuerberater, wird der diese Arbeiten für Sie übernehmen. Steuerberater können sich bereits jetzt bei dem Pilotprojekt anmelden. Auch die felix1.de-Steuerberater sind für das neue Format gerüstet. Schließlich arbeitet die eurodata als Gründungsmitglied sogar aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „XBRL im Rahmen der Kreditwürdigkeitsprüfung“ mit.

Katja Greskowiak

Katja Greskowiak

Steuerberaterin bei felix1.de
Katja Greskowiak ist Steuerberaterin bei einer felix1.de-Niederlassung in Berlin.
Katja Greskowiak

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